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Andere Beispiele
Kampf gegen Privatisierung von Trinkwasser
In Malaysia fährt eine breite zivilgesellschaftliche Koalition schon seit längerem eine Kampagne gegen die von der Regierung vorgesehene Privatisierung der Trinkwasserversorgung. Gewerkschaftliche Informationsveranstaltungen gegen die Pläne der Regierung sowie die Pflege einer Website zum Thema wurden Anfang 2005 von der AG Asien mit 3000 Euro unterstützt.
www.monitoringglobalisation.org
Im Juni 2005 gab die Regierung dem öffentlichen Druck nach und nahm vorerst Abstand von den Plänen zur Privatisierung der Wasserversorgung – was exakt den Forderungen der Coalition against Water Privatisation (CAWP) entspricht. Unterdessen führt die zivilgesellschaftliche Lobby die Kampagne fort und kämpft für ihr Modell einer Public-Public Partnership, um die Verhandlungsmacht der Konsumenten als Anteilseigner des Versorgungssystems zu stärken.
Sexarbeiterinnen machen Theater
Der Teufelskreis ihres Lebens erklärt sich aus "Armut – Prostitution – Menschenhandel – Aids". Keine der betroffenen Frauen arbeitet aus freien Stücken als Sexworker. Sie befinden sich in Lebensumständen, die oft keine andere Wahl zulassen, als aus immer neuen Abhängigkeiten einen verzweifelten Ausweg zu suchen. Seit 1999 arbeitet die Theatertherapeutin Lena Simanjuntak mit indonesischen Prostituierten zusammen, indem sie gemeinsam mit ihnen Theaterstücke entwirft und diese auf die Bühne bringt.
Von Oktober bis November 2004 war eine Gruppe von Sexarbeiterinnen aus Surabaya nach Deutschland eingeladen, um ihren Alltag sowie ihre Erlebnisse mit Gewalt, Ausbeutung und Stigmatisierung zu schildern. Die Schicksale und Erfahrungen der Frauen wurden mittlerweile zusammen mit Kommentaren der OrganisatorInnen in Buchform veröffentlicht: Töchter Mataharis – Geschichten von und über Frauen aus Surabaya. Die AG Asien unterstützte das Projekt mit 3.700 Euro.
Untertitelung des Ökofilms Fette Beute
Jährlich werden in Indonesien mehrere tausend Hektar Tropenwald abgeholzt, um Ölpalmen-Plantagen anzulegen. Inge Altemeier zeigt in ihren Filmen, inwieweit hiesige Endverbraucher von Tropenhölzern und Palmölprodukten (Margarine, Waschpulver, Viehfutter) für die permanente Abholzung mitverantwortlich sind. Ausgestattet mit Milliarden-Krediten und Bürgschaften von europäischen Regierungen, vertreiben die Palmölproduzenten die einheimische Bevölkerung von ihrem Land und zerstören ihre Lebensgrundlage.
Um Inge Altemeiers Dokumentation über Ölpalmen-Plantagen in Sumatra auch den Betroffenen in Indonesien zugängig zu machen, hat die AG Asien die indonesische Untertitelung des Films Fette Beute in Höhe von 1.500 Euro gefördert. Seitdem setzen indonesische Umweltorganisationen, wie WALHI, diesen und andere Filme der Umweltjournalistin bei Aufklärungsarbeit und Info-Touren vor Ort ein.
www.globalfilm.de

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